Philipp Blom (1970) ist Historiker und Autor zahlreicher Bücher über Geschichte, Philosophie und Politik sowie zweier Romane. Er arbeitet auch als Radiomoderator, Drehbuchautor und als gefragter Redner.
Philipp wurde in Hamburg geboren und wuchs in Detmold, in Nordrhein-Westfalen, auf. Nach einem Studium der Geschichte, Philosophie und Judaistik in Wien und Oxford promovierte er über Nationalismus. Während dieser Zeit arbeitete er auch im Journalismus, unterrichtete an einer Schule und schrieb seinen ersten Roman. Wie viele seiner nachfolgenden Bücher verfasste er ihn auf Englisch und übersetzte ihn selbst ins Deutsche.
Von 1997 bis 2001 lebten Philipp und seine Frau, die Schriftstellerin Veronica Buckley, in London, wo Philipp zunächst als Lektor in einem Verlag und als Auslandskorrespondent für deutsche, Schweizer und britische Zeitungen und Magazine (Guardian, Independent, TLS, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung) sowie für Radiosender (BBC, Deutschlandfunk) arbeitete. 2001 zog das Paar nach Paris, um sich auf ihre Bücher zu konzentrieren. Seit 2007 leben sie in Wien.
Neben seiner Arbeit als Historiker, Schriftsteller und Philosoph moderiert Philipp das Programm „Punkt eins" auf dem österreichischen Radiosender Ö1. Er ist außerdem Gastgeber des BlomCast, eines Podcasts über Wendepunkte der Geschichte, den er seit 2023 produziert. Er kuratierte Ausstellungen unter anderem für das Wien Museum und das Getty Research Institute in Los Angeles, wo Philipp 2010 für ein Jahr als Gastwissenschaftler eingeladen wurde. Seit 2025 leitet er die MQ Talks, eine Gesprächsreihe im Museumsquartier Wien, die er gemeinsam mit dem Bruno Kreisky Forum veranstaltet. Seit 2024 ist er künstlerischer Leiter der Dachstein Dialoge, Internationales Festival für Toleranz, in Österreich.
Vortragsreisen und Festivals führen Philipp durch ganz Europa sowie in die USA und nach Südamerika, insbesondere Kolumbien und Mexiko.Als Drehbuchautor und historischer Berater arbeitete Philipp an dem Dokumentarfilm „Salieri – Der Mensch hinter dem Mythos" (ORF/ARTE, 2025). Zusammen mit dem renommierten Cuarteto Quiroga entwickelte er 2025 das Hörspiel „Vier Stürme, ein Sturm", das auf Ö1 ausgestrahlt wurde.
Philipp Bloms Bücher verbinden historische Forschung, philosophische Reflexion und einen essayistischen, literarischen Ansatz. Zu seinen erfolgreichsten Werken gehören: "Der taumelnde Kontinent" (2009), "Böse Philosophen" (2011), „Die Welt aus den Angeln" (2017), „Die Unterwerfung" (2022), , sowie „Was auf dem Spiel steht" (2017), das sich mit Klimawandel, Digitalisierung und Demokratie auseinandersetzt. Sein Roman „Diebe des Lichts" erschien 2021. Philipps Bücher sind in sechzehn Sprachen übersetzt worden.
Philipp Bloms breit gefächerte Arbeit und Forschungsinteressen haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Er gewann mehrere internationale Preise (Premis Terenci Moix, Barcelona; Groene Waterman Prijs, Antwerpen; NDR Kultur Buchpreis, Wolfenbüttel). 2024 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen, 2026 erhielt er den Lessing-Preis für Kritik in Deutschland. Von 2009 bis 2010 war er Fellow des IFK, 2017 Visiting Fellow am IWM, beide in Wien. 2018 eröffnete er die Salzburger Festspiele mit einer vielbeachteten Rede über die Zukunft der Aufklärung in Zeiten des Klimawandels.
Als junger Mensch wollte Philipp Geiger werden und macht bis heute weiterhin Musik.
Kurzversion:
Philipp Blom (1970) ist Historiker und Autor zahlreicher Bücher über Geschichte, Philosophie und Politik. Mehrere seiner Werke wurden Bestseller und wurden in sechzehn Sprachen übersetzt. Er moderiert „Punkt eins" auf Ö1 und den BlomCast-Podcast, leitet seit 2025 die MQ Talks im Museumsquartier Wien und ist seit 2024 künstlerischer Leiter der Dachstein Dialoge. Er hält Vorträge in Europa, den USA und Südamerika.